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Wichtige Antworten (FAQ)

Was heißt Contracting? Contracting kommt aus dem englischen und bedeutet „vertragsschließend“. Der Kerngedanke des Contracting ist die Bereitstellung von benötigter Nutzenergie wie beispielsweise Wärme oder Dampf durch einen Dienstleister. Dieser betreibt seine eigenen Anlagen im Gebäude des Kunden und stellt dem Kunden gegen Entgelt die Energie zur Verfügung.


Welche Contracting-Arten gibt es? Energieliefer-Contracting (auch Anlagen-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung) , Einspar-Contracting (auch Energie-Einspar-Contracting oder Performance-Contracting), Finanzierungs-Contracting (auch Anlagenbau-Leasing) und Betriebsführungs-Contracting. Dabei gibt es Überlappungen zum Facility-Management.


Welche Contracting-Arten bietet E.ON Mitte Wärme an? Wir bieten das reine Energieliefer-Contracting und in Einzelfällen Varianten des Betriebsführungs-Contractings an. Beim Energieliefer-Contracting planen und errichten wir Erzeugungs-Anlagen beim Kunden, wir betreiben diese Anlagen und der Kunde erhält die fertige Energie. Die Anlagen sind unser Eigentum. Beim Betriebsführungs-Contracting sind wir ebenso für den störungsfreien Betrieb der Anlagen verantwortlich, hier ist aber der Kunde der Eigentümer der Anlage.


Welche Energiearten werden erzeugt? Wir erzeugen Wärme mit den Medien Warmwasser, Heizwasser, Thermoöl und Dampf sowie Kälte, Druckluft und schließlich elektrische Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung.


Wie viel kostet Contracting? Der Nutzenergiepreis setzt sich aus einem Grundpreis und einem Verbrauchspeis zusammen. Der Grundpreis enthält die Kapitalkosten für Investition, Betrieb und Instandhaltung. Der Verbrauchspreis bildet die tatsächlich abgenommene Energiemenge ab. Deshalb ist der Preis je nach den Bedingungen vor Ort beim Kunden unterschiedlich. Um Grundpreis und Verbrauchspreis in bestimmten Intervallen an die allgemeine Kostenentwicklung anzugleichen, beinhaltet der Wärmeliefervertrag Preisanpassungsformeln, auch Preisänderungsklausel (PÄK) genannt. Diese Preisformeln weisen verschiedene Indizes auf, welche unterschiedliche Kostenfaktoren berücksichtigen (z. B. -L -für die Lohnentwicklung, -I -für die Preisentwicklung der Investitionsgüter, -HEL -für die Brennstoffpreisentwicklung). Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Was ist der Unterschied zwischen Heiz- und Brennwert? Der Heizwert (Hi – engl. inferior - oder untere Heizwert Hu) ist die maximal nutzbare Wärmemenge bei der Verbrennung eines Brennstoffes. Es wird die Wärmemenge gemessen, die bei der Verbrennung und anschließenden Abkühlung zur Ausgangstemperatur des Brennstoffes frei wird. Das Verbrennungswasser liegt hier anschließend noch dampfförmig vor. Der Brennwert (Hs - engl. superior - der obere Heizwert Ho) ist grundsätzlich höher als der Heizwert, da bei ihm auch die Verdampfungs- bzw. Kondensationswärme beispielsweise von Wasser mit gemessen und genutzt wird. Der Heizwert (Hi) wird in der Verfahrenstechnik, der Brennwert (Hs) in der Gaswirtschaft benutzt.


Was ist der Wobbeindex? Der Wobbeindex dient zur Charakterisierung der Verbrennungseigenschaften/ des Brennverhaltens von Gasen. Entsprechend der jeweiligen Zusammensetzung können diese unterschiedlich sein. Vor allem bei der Prüfung der Austauschbarkeit eines Brenngases, beispielsweise wenn Erdgas durch ein Propan-/ Luftgemisch ersetzt werden soll, ist der Wobbeindex notwendig, um die Düsengröße des Brenners ggf. auf den neuen Brennstoff einzustellen. Der Wobbeindex (Ws, Wi) wird wie folgt berechnet: der Brenn- oder Heizwert wird durch die Wurzel aus der relativen Dichte, bezogen auf trockene Luft, dividiert.


Für wie lange kann ein Vertrag abgeschlossen werden? Nach AVB Fernwärme beträgt die reguläre Vertragslaufzeit zehn Jahre. Auf Kundenwunsch realisieren wir aber auch Vertragslaufzeiten von beispielsweise 15 oder 20 Jahren.


Wann lohnt sich Contracting? Ob sich für den Kunden ein Vertrag mit einem Contractor lohnt, ist an viele individuelle Bedingungen geknüpft und nicht allein von einer bestimmten Anlagengröße abhängig. Viele Contractoren setzen sich hier auch ihre eigenen Grenzen. Grundsätzlich sollte für uns der Kunde bzw. ein Objekt oder ein Zusammenschluss eine Wärmeleistung ab 500 kW haben. Es gibt aber auch Ausnahmen, in denen wir für kleinere Leistungen Verträge abschließen.


Wer ist der Eigentümer der Anlage? Beim Energieliefer-Contracting sind wir – der Contractor – der rechtliche Eigentümer der Anlage. Der Kunde bekommt die Energie bereitgestellt. Die Eigentumsgrenze ist üblicherweise die Heizungsverteilung.


Wie oft werden die Anlagen gewartet? Die Wartung der Anlagen wird abhängig von den Betriebsstunden, in den vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervallen, regelmäßig durchgeführt. Zusätzlich ist unsere Leitwarte rund um die Uhr besetzt, um den Betrieb der Anlagen zu überwachen.


Was passiert, wenn die Anlage kaputt geht? Der Eigentümer des defekten Anlagenteils hat für die Behebung des Schadens zu sorgen und die Kosten zu tragen. Eigentümer ist beim Energieliefer-Contracting der Contractor, wenn es sich nicht um ein bauseitiges Teil beim Kunden handelt.


Was passiert nach der Vertragslaufzeit? Nach der vereinbarten Vertragslaufzeit baut der Contractor seine Anlage wieder aus. Dies hat steuerliche Gründe, da das Contracting anderenfalls als Leasinggeschäft gelten würde, was andere nachteilige Regelungen mit sich bringen würde. Eine Verlängerung der Laufzeit ist natürlich möglich. Vorher können auch die Konditionen neu verhandelt werden.


Wie funktioniert ein BHKW? Blockheizkraftwerke (BHKW) produzieren in einem Arbeitsgang Strom und Wärme gleichzeitig und können daher die Primärenergie, meist Erdgas oder Bioerdgas, bis zu 90 % ausnutzen. Siehe KWK.


Was heißt KWK? Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom in einer Anlage. Siehe BHKW.


Was ist der Unterschied zwischen Bioerdgas und Biogas? Biogas entsteht bei der Vergärung von organischem Material wie nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Mais), Gülle oder Bioabfällen. Aus der Biomasse wird unter Sauerstoffabschluss das Stoffwechselprodukt Biogas erzeugt wird. Damit das Biogas in das Erdgasnetz eingespeist werden und transportiert werden kann, wird das Methan als Energieträger von Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff getrennt und somit zu Bio-Erdgas aufbereitet.


Sollten Mais und Co. nicht besser als Nahrungsmittel genutzt werden? Strom und Wärme können aus verschiedenen Energiepflanzen (Raps, Mais, Getreide etc.), aus Holz sowie aus Reststoffen wie beispielsweise Gülle oder Biomüll gewonnen werden. In Deutschland wurden im Jahr 2007 ca. 12 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Laut einer Studie des Bundesumweltministeriums kann diese Fläche mehr als verdoppelt werden, ohne dass dabei ein Nachteil für die Versorgung mit Nahrungsmitteln entsteht. Der demographische Wandel, sinkende Exporte und steigende Erträge sorgen dafür, dass in Zukunft sogar weniger Flächen hierfür benötigt werden. So können Nahrungsmittelproduktion und Bioenergie konkurrenzlos am Markt agieren. (Quelle: Bundesumweltministerium)


Welcher Primärenergieträger ist am effizientesten? Die Effizienz eines Primärenergieträgers hängt im Wesentlichen von der eingesetzten Technologie ab. Wir verwenden von Holz-Hackschnitzeln angefangen bis über Heizöl das, was für den individuellen Fall wirtschaftlich ist und den Voraussetzungen wie beispielsweise der Verbrauchsstruktur des Kunden entspricht.


Welche Technologien werden eingesetzt?